Zuhause in der Bibliothek

Nach einem halben Jahr in Seaford Rise weiß ich schon, was mir später in Graz abgehen wird: Der schnelle Weg zum Meer und die wunderbare und einzigartige Onkaparinga Library in Seaford Rise. – Die Registrierung zu Beginn war denkbar einfach und kostenlos, gefragt wurde nur nach Namen, Telefonnummer, Mail und Adresse.

Die Bezeichnung „Bibliothek“ greift zu kurz, ist schon von Beginn an eine Untertreibung! Das hier ist eine Oase, Begegnungsstätte, Anknüpfungspunkt, Wissensspeicher, Arbeitsplatz – und ein Ort zum Lernen für die benachbarte Schule. Diese Bibliothek hat auch eine integrative Funktion, weil etwa ganz unterschiedliche Altersstufen angesprochen und eingebunden werden. Hier kann ganz aktiv gearbeitet und gelernt werden, sogar ein Besprechungsraum ist vorhanden.

Hier fließt Vieles zusammen, das diesen Ort zu dem macht, was er ist bzw. diesen erst möglich macht – Das Angebot wird sehr gut angenommen – machbar ist das durch eine intensive ehrenamtliche Tätigkeit. Wenn etwa der Umgang mit PC, Mobiles, Tablets und Internet erklärt wird.

Der Zugang ist in jeglicher Hinsicht niederschwellig, Berührungsängste vor der vielleicht angstbesetzten Institution „Bildung“ kommen nicht auf. Denn hier können Eltern mit den kleinen Kindern kommen, eine Gruppe Seniorinnen häkelt und strikt vor sich hin, Besucher lesen in den Büchern und Zeitungen, hören e-books oder Musik, ein Jugendliche spielt Minecraft und wir finden Karten und Informationsmaterial der unmittelbaren Umgebung.

Am Programm der Bibliothek stehen unter anderem ein Makers Lab, Fotokurse, ein Schachclub für die Großen und einen Lego Club für die Kleinen, Pop Art Design Workshop, Tanzen für Kinder, Lesestunden für Große und Kleine und vieles mehr. Einmal im Monat gibt es eine „Movie Matinee“ mit Filmen aus dem Bestand oder etwa Vorträge über Natur und Geschichte der Umgebung.

Unübersehbar, aber niemals aufdringlich, sind auch die Hinweise, dass man sich in der Bibliothek Hilfe und Unterstützung holen kann: Etwa bei drohender Wohnungslosigkeit, fehlenden Lebensmittel bis hin zu Gewalterfahrung.

Am Tag der Veröffentlichung dieses Blogs werden wir wieder in der Bibliothek sein. Wir suchen uns einen der vielen Arbeitsplätze, stecken das Notebook an und loggen uns ins Internet ein. Computer gäbe es stundenweise zum Leihen, Ausdrucke sind zum Selbstkostenpreis möglich.

 

 

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